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Kulinarische
Spezialitäten
Unter
den typischen Gerichten der Veroneser Küche ist auf jeden Fall die "Bollito
con la pearà"
zu nennen, leckeres gekochtes Rindfleisch, das mit einer schmackhaften Soße
aus geriebenem Brot, Käse, Mark, Fleischbrühe und reichlich schwarzem Pfeffer
(der "peara") serviert wird.
Zum
Nachkochen benötigen Sie folgende Zutaten:
- 250
g Knochenmark vom Rind
- 50
g Butter
- 250
g geriebenes Brot
- 1/2
Liter Fleischbrühe
- Pfeffer,
zur Hälfte sehr fein, zur Hälfte körnig gemahlen
- Salz
Eine
köstliche Veroneser Spezialität sind auch die "Gnocchi",
die wir aus Kartoffeln, Weißmehl, und Eiern zubereiten; sie schmecken sowohl
mit Tomatensoße, aus auch mit Zucker und Zimt ausgezeichnet.
Zutaten:
- 200
g Weizenmehl
- 200
g Maismehl
- 2
Eier
- Salz
Das
Rezept für die "pastissada
de caval"
ist vermutlich eintausendfünfhundert Jahre alt. Die Überlieferung erzählt
von Hunderten von Pferden, die nach der entscheidenden Schlacht zwischen dem Ostgotenkönig
Theoderich und Italiens König Odoaker (489) leblos am Schauplatz der Kämpfe
lagen. Die Veroneser, die all das wertvolle Fleisch nicht vergeuden wollten, sollen
es kurzerhand in Stücke geschnitten und in Amarone-Wein eingelegt haben. Um
das ungewöhnliche Gericht genießbar zu machen, habe man Gewürze und
Gemüse beigegeben, und es langsam über dem Feuer gegart.
Einst
war sie Hauptnahrungsmittel der armen bäuerlichen Bevölkerung in der Poebene,
heute ist sie allseits beliebte Vorspeise: Die "Polenta".
Der appetitliche goldgelbe Genuß entsteht nach geduldigem Rühren aus Maismehl und
Salzwasser. "Polenta alla Veronese" genießt man mit gut weichgekochten Bohnen (polenta
infasolà)
oder als Beilage zu Wild (polenta
e osei).
Nicht
unerwähnt bleiben soll eine ganz besondere traditionelle Köstlichkeit,
die "tortelloni
di zucca".
Nach einer Legende verliebte sich einst ein am Mincio stationierter Hauptmann in
eine Wassernymphe, die, in eine hässliche Hexe verwandelt, am Flußufer
tanzte. Um sie nicht der Verfolgung auszusetzen - die Geschichte spielt im 14. Jahrhundert
- mußte er der Geliebten unter Wasser folgen. Am Ufer ließ er, als Zeichen
seiner Treue, ein goldenes geknotetes Taschentuch zurück. Seitdem wellen die
Frauen am Mincio an Festtagen Nudelteig aus, so dünn wie Seide, und schneiden
und verknoten ihn wie ein Taschentuch, nicht, ohne ihn vorher mit einer wohlschmeckenden
Kürbisfüllung "vergoldet" zu haben.
Was
die Süßigkeiten betrifft, stellt der Glanz des "pandoro",
des Veroneser Weihnachtskuchens par excellence, zumeist alles andere in den Schatten.
Sie kennen es wohl, das mit vanilliertem Puderzucker bestäubte, traditionelle
Gebäck aus Mehl, Eiern, Zucker, Butter und Hefe, mit seiner charakteristischen
hohen Form, die an einen "Gugelhupf" erinnert, vielgeliebt und begehrt wegen des
locker-leichten, weichen Teigs, seines verführerischen Dufts und des unwiderstehlich
zarten Geschmacks. Domenico Melegatti kreierte diesen Kuchentraum (als Konkurrenz
zum Mailänder Panettone) im fernen Jahr 1894 in seiner Backstube am Corso Porta
Borsari.
Doch
vergessen Sie über dieser Delikatesse nicht die vielen anderen Veroneser "Dolci",
die übers Jahr ein Verkosten wahrlich verdienen: all die leckeren Köstlichkeiten
aus Mürb- und Blätterteig, die Favette, die Faschings- Crostoli und -Frittole,
und, nicht zuletzt, den klassichen Mandorlato, Versuchung aus gerösteten Mandeln
in einem süßen Mantel aus Honigteig.
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